Tagestour nach Bad Neuenahr-Ahrweiler

 

Langenholdinghause. Der im Jahr 1984 gegründete Heimatverein Langenholdinghausen führte zum Abschluss des 30-jährigen Bestehens erstmalig eine reine Männer-Busfahrt durch. Ziel der Tagestour war Bad Neuenahr-Ahrweiler, gelegen in den östlichen Ausläufern des Ahrgebirges. Der Kurort mit seinen kohlensäurehaltigen Natronthermen an der Apollinarisquelle ist geprägt vom Weinbau und mit 284 Hektar bestockter Rebfläche die größte Weinbaugemeinde der Ahr. Vom guten Zustand und von der herrlichen Lage der überwiegend angepflanzten Rotweinreben konnten sich die Heimatfreunde bei einer Wanderung auf dem 7 Kilometer langen Rotweinweg selbst überzeugen. Dabei boten sich tolle Ausblicke den Wanderern bei herrlichstem Spätsommerwetter auf Ahrweiler und das Ahrtal. Nach knapp zwei Stunden und einem Stopp am Aussichtspunkt "Bunte Kuh" gab es im Kloster Mariental die verdiente Stärkung. Natürlich mit Rotwein von der Ahr. Höhepunkt der Reise aber war die Besichtigung der Dokumentationsstätte "Regierungsbunker". Kopfschütteln, aber auch ungläubiges Staunen hinterließ die spannende Geschichtsbeschreibung von Manfred Liebs, Tourbegleiter des Heimatvereins Alt-Ahrweiler. "Es war das geheimste Bauwerk in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" so Liebs. "Es sollte 3000 Mitarbeitern der Regierung im Falle eines Atomkriegs das Überleben sichern - zumindest für 30 Tage." Die Bunkeranlage auf 17,3 km umfasste 936 Schlaf- und 897 Büroräume. Heute sind etwa 200 m der Dokumentationsstätte erhalten. Original zu besichtigen sind noch das Zimmer des Bundeskanzlers und andere Räumlichkeiten wie zum Beispiel ein Friseurladen. Mit einem Rundgang durch das historische Ahrweiler mit seinen restaurierten Fachwerkhäusern und seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer endete ein außergewöhnlicher Tagesausflug für die Heimatfreunde aus Langenholdinghausen. Manfred Dornseifer